360° Panoramafotos

360°-Bilder sind Fotos die alles zeigen. Und Geschichten erzählen können. Hier erfahren Sie, wie der Rundum-Blick entsteht. Und wie Sie ihn nutzen können.

Wie könnt Ihr mit Panoramafotos unsere Geschichte erzählen?

Eine tolle Besonderheit von Panoramafotos ist, dass sie ohne Probleme auch mehr als 360° zeigen können. Dazu müssen wir unser Kamerasystem einfach mehr als einmal um die eigene Achse drehen.

Zwischen den beiden Aufnahmen vergeht natürlich Zeit. Und in dieser Zeit kann allerlei passiert sein. Menschen und Gegenstände haben sich bewegt. Oder aus einer Tages- wurde eine Nachtszene. Ein Bauprojekt geht voran. Oder aus einer Sommerszene ist plötzlich ein Herbstmotiv geworden.

Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Was Sie sonst nur in einer Bildergeschichte oder einem (Zeitraffer-)Film erzählen können, passt bei uns in ein einzelnes Bild!

Zugegeben: ein einzelnes ziemlich langes Bild, wie hier als Beispiel die Enthüllung des Brandenburger Tores nach dessen Renovierung:

Enthüllung des Brandenburger Tores in Berlin 2002

 

Welche Formate sind mit Euren 360°-Panoramafotos möglich?

Unsere Panoramafotos sind breit. Oder ganz breit. Oder ganz, ganz breit. A4-Hochformat wird also eher schwierig mit unseren Fotos.

360°-Fotos lieben Doppelseiten, Ausklappseiten, querformatige Broschüren, Banner, große Messestände. Sie brauchen Platz um zu wirken. Und eignen sich eher weniger für Motive, die nur 1/2 Sekunde lang betrachtet werden.

Ein Paradebeispiel für das perfekte Umfeld dachte sich Strichpunkt für EnBW aus: Roundshots in je 16 Metern Länge für die Haltestelle an der EnBW-Zentrale.

Aber auch dann wenn nicht ganz so viel Platz zur Verfügung steht, wirken die 360°-Panoramafotos beeindruckend. Und wer unbedingt etwas sucht, um doch in A4 hoch arbeiten zu können, kann sich ja mal unsere Kleinen Planeten anschauen. Die funktionieren in diesem Format wirklich hervorragend …

 

Woher kommen die »Verzerrungen« in Euren 360°-Panoramafotos?

Kurz gesagt:

Die sind da. Und die bleiben da.

Ausführlicher erklärt:

Wir sind es gewohnt, Bilder in einer Zentralperspektive zu sehen. Solche Bilder sind auf einen Bildwinkel von ca. 140° beschränkt. Der Grund dafür: Ein einzelner Fluchtpunkt kann einfach nichts abbilden, was neben oder gar hinter dem Aufnahmestandpunkt liegt. Die 360°-Panoramafotos können aber genau das und funktionieren deswegen nach einem anderen Prinzip. Aus dem einzelnen Fluchtpunkt wird eine »Fluchtlinie« auf Höhe des Horizonts. Jede Blickrichtung hat sozusagen ihren eigenen Fluchtpunkt.

Deswegen entstehen auch die typischen „Krümmungen“ unserer Panoramafotos. Horizontale Linien, die nicht genau auf Höhe des Bildhorizonts verlaufen, werden gewölbt abgebildet. Vertikale Linien dagegen bleiben „gerade“. Wir finden diese „Krümmungen“ wunderschön. Aber wenn Sie gerne solche tollen 360°-Bilder hätten, nur halt ohne die Krümmungen, dann müssen wir leider sagen: »Sorry, geht nicht!«

 

Wie entstehen Eure 360°-Panoramafotos?

Unsere 360°-Bilder zeigen alles rings um den Aufnahmestandpunkt. Deswegen muss unsere Kamera natürlich auch in alle Richtungen fotografieren. Das geht nur, indem die Kamera sich dreht. Dazu gibt es zwei Techniken, die wir je nach Situation einsetzen:

Rotation in Segmenten

Die Kamera rotiert in mehreren festen Schritten und zeichnet einzelne Ausschnitte der Umgebung auf. Diese »normalen« Bilder werden dann im Anschluss von uns mit Hilfe einer Software »zusammengenäht«. Dieser Vorgang nennt sich »Stitching«. Erst dabei entsteht das fertige Panoramafoto. 

Kontinuierliche Rotation

Die Kamera rotiert kontinuierlich und »scannt« dabei die Umgebung ab. Dabei wird immer nur ein schmaler Streifen aufgezeichnet. Am Ende liegt direkt das fertige 360°-Motiv als Datei vor.

Welche Technik wir in Ihrem Projekt einsetzen, entscheiden wir nach vielen unterschiedlichen Faktoren. Sollen im Panoramafoto zum Beispiel eine oder mehrere Personen auftauchen, nutzen wir fast immer die Rotation in Segmenten. So können wir um uns im Nachhinein mit Ihnen zusammen für die perfekte Pose mit dem perfekten Ausdruck des Modells entscheiden.

Mit Hilfe eines Helikopters segmentiell erstelltes 360°-Panoramafoto

Neben den üblichen Standpunkten in Bodennähe nutzen wir beide Aufnahmetechniken übrigens gerne auch weiter oben: Bis zu 12 Meter Höhe erreichen wir mit unserem ausgesprochen stabilen, aber mobilen Hochstativ. Und wenn es noch höher sein darf, dann hängen wir unsere Kamerasysteme gerne unter einen Helikopter. Das wird natürlich ein wenig teurer, liefert aber garantiert eindrucksvolle Panoramafotos!

Wir haben reichlich Erfahrung mit beidem, sprechen Sie uns einfach an, und wir klären welche Techniken für Ihr Projekt in Frage kommen!

 

Wie sieht ein typischer Arbeitsablauf für ein 360°-Panoramafoto aus?

Prinzipiell unterscheidet sich ein 360°-Shooting nicht großartig von einem »normalen« Fotoshooting. Einige Besonderheiten gibt es aber zu beachten:

Planung und Kreation
Wir empfehlen dringend, uns möglichst früh in den Planungs- und Kreationsprozess mit einzubeziehen. Wir kennen die optischen und organisatorischen Fallstricke dieser Bildsprache sehr gut und können Ihnen helfen, diese zu umschiffen. Unter anderem bieten wir dazu unsere kostenlosen Layoutshootings an.
Location
Bei unseren Panoramafotos ist die Location mehr als nur die halbe Miete. Die Motive leben ganz wesentlich davon, wo sie fotografiert werden. Und, sehr speziell, die Location muss nicht nur in eine Richtung gut aussehen, sondern in alle. Deswegen ist unsere Erfahrung mit dem Einsatz von Locationscouts für diese Art von Fotos auch eher durchwachsen. Wir scouten deswegen gerne selber oder prüfen die Vorschläge mindestens vor Ort noch mal nach. Testaufnahmen zur Standortbestimmung sind für anspruchsvollere Projekte nahezu unerlässlich. Denn wie eine Location in 360° wirkt, sieht man tatsächlich erst, wenn man sie auch so aufnimmt.
Shooting
Beim eigentlichen Shooting fotografieren wir die Szene in der Regel einmal komplett »leer«, also ohne Modelle und Props. Danach machen wir vom selben Standpunkt aus die Bilder mit Modellen und Props. Und zwar viele davon. Das läuft dann wie bei einem ganz normalen Shooting, nur dass wir beim Einsatz von zusätzlichem Licht etwas limitierter sind. Zu stark vom natürlichen Licht abweichende Lichtstettings wirken auf 360°-Bildern schnell unglaubwürdig, da man in einem anderen Teil des Bildes dann ja eigentlich die Lichtquelle sehen müsste.
Previews
Im Anschluss an das Shooting erstellen wir Ihnen vor Ort Previews der entstandenen Aufnahmen. Dabei liegen unter Umständen mehrere Positionen der Modelle in eigenen Ebenen vor, die nach Belieben ein- und ausgeblendet werden können. Diese Datei kann dann im Layout verwendet werden. Wenn klar ist, welche Positionen im endgültigen Bild landen sollen, starten wir den nächsten Schritt …
Feindatenbearbeitung
In der Feindatenbearbeitung konvertieren wir die Kamerarohdaten entsprechend den Farbvorgaben des Briefings und stitchen diese hochauflösenden Dateien anschließend zum 360°-Bild zusammen. Auf Pixelebene korrigieren wir Nahtanschlussfehler und führen dann die besprochenen Retuschen und Moodabstimmungen durch. Wir liefern Ihnen die Datei gerne via FTP als 16-bit Ebenen-PSD aus. Aber je nach Wunsch natürlich auch in anderen Formaten.
Der Rest
Alles was es sonst so rund um ein Shooting gibt – Casting, Styling, Requisitierung, Setbau, Catering etc. – läuft je nach Briefing und Bildidee wie sonst auch. Da unterscheiden sich 360°-Bilder nicht von anderen. Einen Unterschied gibt es aber doch: Am Set kann sich das gesamte Team nicht einfach hinter dem Fotografen aufbauen. Die würden dann ja alle im Bild stehen …